Jedes Kind wird bei uns unabhängig von seiner Nationalität, seiner sozialen Herkunft und seiner Religion gefördert. Grundlage unserer Einrichtung ist die Waldorfpädagogik. Sie basiert auf der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners und lebt aus einer christlich-religiösen Grundhaltung, ist jedoch nicht konfessionell ausgerichtet. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Kinder mit ihren Familien.


Seit dem Bestehen der Waldorfpädagogik 1925 ist es selbstverständliche Aufgabe eines Waldorfkindergartens, sich ganzheitlich um das Wohl des Kindes zu bemühen. Im Mittelpunkt stehen daher von jeher Kinder und Ihre Familien. Es ist daher nur natürlich, dass sich aus unserem Kindergarten im Jahr 2008 das Familienzentrum entwickelt hat.

Wir bauen auf einer Zusammenarbeit mit den Eltern, da sie für die Kinder die wichtigsten Bezugspersonen und Entwicklungsbegleiter sind. Wir bemühen uns, die Lebensbezüge und das Umfeld der Kinder zu begreifen und sehen alle, die Kinder begleiten, in einer Partnerschaft, die für deren Zukunft und Biografie entscheidend ist.  Bei uns stehen deshalb individuelle Lösungswege in Problemlagen an, die gemeinschaftlich mit allen Beteiligten und Betroffenen gesucht und gegangen werden. Kindheit ist wichtig. Deshalb stellen wir uns bewusst gegen Tendenzen in unserer Gesellschaft, die alles Handeln und die Entwicklung unter dem Aspekt von Leistung sehen wollen. Jeder Mensch ist einzigartig aufgrund seiner Person. Als solcher wird er von uns empfangen und begleitet. Unsere Pädagogik basiert auf der anthroposophischen Menschenbetrachtung. Wir sehen das Kind als eine Individualität an mit körperlichen, seelischen und geistigen Fähigkeiten und sind bemüht, diesen unterschiedlichen Aspekten in einer ganzheitlichen Betrachtung Rechnung zu tragen. 

Kindergarten und Familienzentrum sind ein Haus für Kinder und Familien aus allen Nationen, sozialen Schichten und Konfessionen. Es ist ein Ort, an dem Kinder sich wohlfühlen können. Ihre Familien finden Begegnung, Austausch, Anregung, Begleitung und Förderung.

Seit der Gründung des Kindergartens im Jahr 1974 hat sich unser Angebot ständig verändert und dem Bedarf von Kindern und Familien angepasst. Dies gilt für das pädagogische Konzept und für die erweiterten Öffnungszeiten ebenso, wie für Angebote für unter dreijährige Kinder. Auch für die junge Familie fühlen wir uns verantwortlich und entsprechen dem Wunsch nach Beratung und Begleitung. So haben wir Angebote für werdende bzw. noch junge Eltern, die die erste Phase der Familiengründung unterstützen. Entsprechend ist unser Konzept „Von der Schwangerschaft bis zur Schulzeit an einem Standort“ entwickelt worden. Unser Ziel ist, dass Eltern und Kinder bei uns in vertrauter Atmosphäre über einen langen Zeitraum tragende und dauerhafte Beziehungen aufbauen können. Mit solchen tragfähigen und nachhaltig wirksamen Beziehungen kann ein lebenswichtiges Netzwerk geschaffen werden, das eine Familie im Alltag und in Notlagen verlässlich trägt und hält.

Beziehungen lassen sich nicht verordnen, sie müssen wachsen. Deshalb bieten wir einen mit der Entwicklung der Kinder adäquat abgestimmten Zusammenhang in der Gruppe an, der auch wechseln kann. Weil das familiäre Klima und die positive Gestimmtheit der Eltern unmittelbare Wirkungen auf die physische und seelische Entwicklung der kleinen Kinder haben, ist eine vertrauensvolle, offene und konstruktive Zusammenarbeit mit den Erwachsenen aus der Umgebung der Kinder wichtig. Zufriedene Eltern erziehen zufriedene Kinder. Daher zielen unsere Angebote auch in diese Richtung, dass Eltern sich angesprochen fühlen können. Die Eltern verstehen wir als unsere Partner und Mitgestalter im Familienzentrum und im Kindergarten. Ein Netzwerk unterschiedlicher Organisationen und Fachleute kann bei Bedarf im Einzelfall für professionelle Hilfe herangezogen werden.

In regelmäßigen Abständen reflektieren wir unsere Arbeit und laden externe Fachleute für Supervision und Fortbildungen ein. Das ermöglicht Raum für Neugestaltung, Hinterfragen und Veränderungen – beim einzelnen Mitarbeiter und beim Team. Darüber hinaus finden wöchentlich Teambesprechungen statt zu pädagogischen Themen und Fragestellungen, einmal im Monat erfolgt eine interne Fortbildung. 

Die Sitzungen des Arbeitsvorstandes, des Konzeptkreises Familienzentrum und der Gruppenkonferenzen dienen der gegenseitigen Information, Qualifizierung und der Entscheidungsfindung. Der Prozess der qualitativen Verbesserung der Arbeit im Kindergarten und im Familienzentrum ist somit kontinuierlich angelegt.